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Etappe 5: Durch Berlin zurück nach Töplitz
Fünfte Etappe: Durch Berlin zurück nach Töplitz
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Das letzte Stück führt uns eigentlich nur von Berlin zurück nach Töplitz. Dafür wählen wir die Potsdamer Havel und kommen so durch Potsdam und vorbei an Werder, mal gerade 40km. Wir sind aber noch zwei Tage in Berlin geblieben und haben dort u.a. Spree und Landwehrkanal befahren. Für Berlin sollte man sich mindestens zwei Tage Zeit nehmen, die Fahrt durch unsere Hauptstadt ist wirklich ein Erlebnis. Spree-Bogen mit Regierungsviertel, die Museumsinsel - es gibt viele Stellen, die man sich vom Wasser aus anschauen sollte. Sehr schön liegen kann man in Charlottenburg, praktisch direkt am Schloss Also, auch hier: Zeit lassen, wann immer es geht. Berlin ist eine Reise wert und vom Wasser aus bieten sich viele interessante Blickwinkel
| Benötigt wird der Band "Sportschifffahrtskarten Binnen 1 - Berlin und Märkische Gewässer" der Verlagsgesellschaft Nautische Veröffentlichung
| Berlin kommt näher, die Großstadt macht sich bemerkbar, Industrie- und Hafenanlagen säumen die Havel
| | Wie anderswo auch hier: Nicht alles eitel Sonnenschein: leerstehende Gebäude, Industriebrachen, Verfall - die wirtschaftliche Entwicklung fordert ihren Tribut
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Berlin......ist auf dem Wasser erst recht eine Reise wert. Informationen über Berlin, virtuelle Stadtrundgäne usw. gibt es im Internet in ungeheurer Zahl, hier nur die, dir mir besonders gut gefallen haben Berlin Street zum Beispiel oder Hidden Places | Aktuelle Informationen über die unterschiedlichen Reviere in und um Berlin, über die Liegeplätze im Stadtkern usw. stellt der Spandauer Yachtclub ins Internet, diese Seiten sind sehr zu empfehlen!
| | In Spandau entsteht auf dem ehemaligen Schulheiss-Gelände ein großes Projekt mit Eigentumswohnungen und Yachthafen. Direkt an der Eiswerderbrücke gelegen, verspricht der Blick aus dem Fenster oder von der Terrasse viel maritimes Leben...
| | ...denn direkt vor dem Yachthafen sind die Wartepositionen für die neue Schleuse Spandau, da dürfte in Zukunft einiges an Verkehr auf dem Wasser ablaufen. Im Augenblick werden noch die Pfosten für den Yachthafen gerammt. Zwei Lokale haben schon eröffnet, im alten Sudhaus (zwischen den Hochhäusern) gibt es einen Tanzpalast - ob sich die Wohnungen aber wirklich als Bleibe eignen (und der Yachthafen zum Anlegen) angesichts der niedrigen Überflughöhe der Flugzeuge im Anflug auf Tegel?
| Die Fahrt in Richtung Stadtmitte verläuft über den Hohenzollernkanal, wenn man dann schnell auf die Spree wechselt, ist Charlottenburg der erste Höhepunkt. Leider ist vom Schloß im Sommer kaum etwas zu sehen, aber es gibt sehr viele 24-Stunden-Liegeplätze in Steinwurfweite
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Berlin ist die Stadt der Brücken - alle Typen und Baujahre liegen bunt gemischt über den Wasserwegen...
| | ...überhaupt finden sich gerade am Wasser viele Bauwerke aus den verschiedenen Epochen, hier etwa am Kraftwerk Charlottenburg
| | Und ein schönes Beispiel aus Tiergarten: Hotel Sorat und rechts das Ministerium des Inneren
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Irgendwann taucht sie dann plötzlich auf, die Siegessäule - vorn die "Kaiser Friedrich", die mit Schornstein zum Kippen auch die niedrigen Brücken ohne Probleme passieren kann
| | Je näher man Berlin-Mitte kommt, desto zahlreicher werden die Baukräne, obwohl ihre Zahl insgesamt schon dramatisch abgenommen hat
| | Der Verkehrsknotenpunkt überhaupt: Berlins neuer Zentral-Bahnhof direkt am Spreeufer, der neue "Lehrter Bahnhof" - leider heißt er einfach nur "Hauptbahnhof" - schade, dass sich Berlin vom geschichtsträchtigen und unverwechselbaren Namen verabschiedet hat. Auch vieles andere ist nicht so richtig zu verstehen: So gibt es keinen Anschluss an das zentrale U-Bahn-Netz, sieht man von der U 55 zum Kanzleramt ab. Und aus Kostengründen wurde die monströse Halle nur 320 Meter lang - obwohl ein ICE locker 100 Meter länger ist - Schirm mitbringen! Zur Fußball-WM 2006 soll er fertig sein, Bahnhof Zoo, früher der Berliner Bahnhof, wird dann bedeutungsloser Halt für S-Bahn-Züge. Vom Boot aus kann man tief in die Baugrube viele Meter unterhalb der Wasseroberfläche schauen, da gibt es noch viel zu tun!
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Berlin - Spree-BogenUnd dann laufen wir in das Regierungsviertel. Als erstes kommt ein monströses und einfach nur abstoßendes Gebäude in den Blick - Beton gewordenes Machtstreben - das Kanzleramt. Im Internet lässt sich das Gebäude durch einen virtuellen Rundgang erkunden - immerhin, aber nicht vor Staunen das Wiederkommen vergessen! | | Da sind die anderen Gebäude schon fast bescheiden - hier werden unsere Abgeordneten ihre Büros haben - zum Entspannen können sie dann über die Spree flanieren...
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Und hier finden wir einen Liegeplatz für unsere "Kolibri", mitten in Berlin mit Blick auf die Museumsinsel (leider ist das Bode-Museum christo-mäßig verhüllt), 50 Meter vom Friedrichstadt-Palast entfernt. Ein hervorragender Ausgangspunkt für alles, was man in Berlin machen möchte. Allerdings nicht sehr gemütlich, denn die vielen Ausflugs- und Sight-Seeing-Boote machen tagsüber schon eine Menge Schwell. Aber spannend, die komplizierten Rangiermanöver der Schubverbände zwischen den Brücken - insofern ein guter Platz! | | Der Berliner Dom auf der Museumsinsel kommt bei der Weiterfahrt in den Blick und liefert einen schönen Kontrast zum "Ballast der Republik", der vor sich gammelt - die Betonschäden sind mit bloßem Auge zu erkennen. | 
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Kleiner Abstecher auf den Landwehrkanal - S-Bahn von rechts und Rosinenbomber von links - das Deutsche Technik-Museum, das Museum gibt es auch im Internet
| | Hallesches Tor - wir sind in Kreuzberg. Und über dem Landwehrkanal die Kuppel der Kreuzberger Garnisonkirche.
| | Abschied von Berlin und ein kleines Jubiläum: Die Schleuse Charlottenburg ist unsere Nummer 50 - sage und schreibe 50 mal geschleust in 3 Wochen - wenn das keine Leistung ist!
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Ein auffallendes Bauwerk liegt querab an Steuerbord: Es ist die Heilandskirche Potsdam-Sacrow. Der preußische König Friedrich Wilhelm IV (1795-1861) ließ 1841 durch seinen Architekten Ludwig Persius eine Kirche planen, die malerisch an einer Bucht der Havel errichtet wurde. In dem als Ausflugsziel beliebten Gotteshaus am Havelufer fanden nach Schließung der deutsch-deutschen Grenze noch regelmäßig Gottesdienste statt. Wenige Tage nach der letzten Veranstaltung am Heiligen Abend 1961 wurde die gesamte Inneneinrichtung demoliert. Die DDR-Grenztruppen wollten damit verhindern, daß die Lage der Kirche gegenüber dem Westberliner Havelufer zur Flucht genutzt wurde. Im Niemandsland hinter der Berliner Mauer verfiel der Bau zusehends. Teile des Daches stürzten ein und auf den Mauerkronen zeigte sich Baumbewuchs. Nach der Wende wurde die Kirche restauriert. Weitere Informationen | | Und auf diesen Augenblick habe ich mich besonders gefreut: Wir unterqueren die Glienicker Brücke, jahrzehntelang geheimnisumwobene Verbindung zwischen Ost und West - hier wurden Agenten und Spione ausgetauscht und sicher noch einiges mehr. In vielen Filmen spielte sie eine wichtige Rolle und sie ist (technisch gesehen) eine echte Schönheit! | | | |
Aus dem Dunst taucht dann Potsdam auf, Stadt der Hohenzollern, der Kurfürsten und Könige, letzte Großstadt, die wir auf unserem Törn passieren. Infos über Potsdam hier
| | Auf der Backbordseite gleitet das Kleine Schloss ( das sogg. Damenhäuschen ) vorbei, erbaut 1840 - 42 im Park von Babelsberg, es wird heute als Restaurant genutzt. Infos über den Filmpark Babelsberg
| | Gerne hätten wir hier eine kleine Pause eingelegt - doch zum Anlegen irgendwo am Zentrum gab es keine Möglichkeit, so blieb nur das Foto der Nicolaikirche (Pläne von Karl Friedrich Schinkel) von Bord
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Auch in Potsdam hat sich viel getan, alte Plattenbau-Siedlungen stellen sich freundlich und farbig dar, die neue Brücke und viele neue Liegplätze direkt an der Stadt
| | | Als letzte Landmarke grüßt die Inselstadt Werder aus der Havel, das Fahrwasser sollte hier schon eingehalten werden, außerhalb wird es schnell flacher. Eine reizvolle Skyline, eine schöne Stadt. Informationen über Werder | | Und dann ist alles vorbei, die Autobahnbrücke der A 10 kommt in Sicht, der Yachthafen Ringel, wir legen an, der Törn ist vorbei. Jedesmal eine zwiespältige Sitiuation: Gut angekommen, alles prima gelaufen, aber leider eben das Ende einer schönen Zeit. Da hilft eigentlich nur die Vorfreude auf die nächste Fahrt!
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