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Elbe-Moldau-Tour


Yacht Charter Heinzig Elbe-Moldau-Tour

Herzlich willkommen zu unserer Elbe-Moldau-Tour


Erleben Sie mit uns die Heinzig-Elbe-Moldau-Tour
(21 Tage)

Ziel dieser spektakulären Thementour mit Start in Töplitz über Elbe und Moldau ist die Goldene Stadt Prag. Passiert und besucht werden solche historischen Städte, wie Wittenberg, Torgau, Meißen, Dresden, Bad Schandau. Die Tour führt durch weltberühmte Naturlandschaften, so der Nationalpark Elbsandsteingebirgemit Bastei und der Festung Königstein.

 

Töplitz (tour´s / EB-UC)

Am Freitag den 12. April empfingen Karin und Wolfgang Heinzig auf ihrer Flottenbasis (Havelinsel Töplitz bei Potsdam) frohgelaunt 23 (teils weitgereiste) Begeisterte aus ganz Deutschland.

Diese erste geführte Thementour 2013 ist der Auftakt zur neuen Wassersport- und tourismussaison.

Eine Strecke auf der Havel, Elbe, Moldau nach Prag und zurück mit mehr als 1.100 Kilometern – auf dem Wasser. 

Drei Wochen sich frei fühlen, drei Wochen sich fallen lassen in eine Welt voller Sehabenteuer, an zuerst fremden Rastplätzen, hin und vorbei an vielen Sehenswürdigkeiten.

 Das Motto: „Am Tag Natur, am Abend Kultur“.

 Reichlich Gesprächsstoff „ähm“ Schreibstoff bietet diese Tour allemal – begleiten Sie uns hier im Logbuch über diese Tage!

 

Das Logbuch führt Wolfgang Heinzig

Bei Lucas Cranach d.Ä & Co.

Wittenberg, den 16.04.2013. (tour´s/WH-UC)

Hallo liebe Wassersportfreunde, heute melden wir uns mit unserem Logbuchauszug aus der Lutherstadt Wittenberg. Festgemacht haben wir unsere Yachten am Anleger der Wassersportgemeinschaft.

Nach unserem Start in Töplitz vor vier Tagen, haben wir bereits mit unserer kleinen Törnflotte rund 237 km auf Havel und Elbe zurückgelegt.

Die Schleusen passierten wir problemlos. Durch die gute Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern des Wasser und Schifffahrtamtes standen für uns die Schleusentore stets offen.

In den Häfen von Burg, Schöneberg-Frohse und in Dessau haben uns alle als erste Wassersporttouristen der Saison besonders freundlich empfangen und uns tollen Service geboten.

Auf großartige Landgänge verzichteten wir zunächst. Beim Grillen, Matjesessen und bei Würstchen und Salat verlebten wir am Steg in der Gemeinschaft des Teams interessante Stunden.

Die Fahrt auf der Elbe gegen den Strom bei einer Strömung zwischen 5,5 m/S und 12,5m/S an den Herrenkrug-und Domfelsen erfordert einiges Können und die uneingeschränkte Aufmerksamkeit unserer Skipper. In Dessau übernachteten wir im Leopoldshafen, nahe des WM-Kurses für Schnellboote.

Ein besonderer Blick gilt in diesen Tagen den Pegelständen. Aufgrund der Schneeschmälze passierten uns bereits zwei Hochwasserwellen. Die eine erreichte uns in der Nacht in Dessau, wo der Elbepegel um 80 cm stieg. Die zweite Welle rauschte in Wittenberg unter unserem Kiel entlang. Es wurde eine Höhe von 46 cm über normal registriert. Allerdings gibt es aus Dresden bereits Entwarnung.

Bei unserem Stopp in Wittenberg können wir von einem interessanten Landgang berichten. Im Törnlogbuch haben wir den Stadtspaziergang mit „Lucas Cranach d. Ä“ als besonderes Erlebnis notiert. In der Kleidung des berühmten Malers entführte uns der Stadtführer in die Zeit des Mittelalters. Interessant waren für uns alle seine Ausführungen an den historischen Stätten über das Wirken von Martin Luther, Melanchthon und andere Gelehrten aus der Zeit der Reformation im 16. Jahrhundert.

Den Landgang beschlossen wir an unserer Anlegestelle, wo uns allen „Ulla`s Hexensuppe“ köstlich mundete.

Die nächsten beiden Törntage führen uns rund 100 km stromaufwärts mit Zwischenstopp in Torgau nach Riesa.

Von dort melden wir uns wieder.

 

Glückwünsche unserem Silber-Paar

Riesa, den 18.04.2013 (tour´s/WH-UC)

Heute beginnen wir unseren Törnbericht mit einem Glückwunsch. Als besonderes Ereignis halten wir im Logbuch die Silberhochzeit von Rosi und Karl-Heinz fest. Die beiden Kölner feierten dieses Jubiläum nicht etwa im Kreis ihrer Verwandten und Freunde oder an Bord eines Luxus-Liners sondern im Kreis unserer maritimen Gemeinschaft an unserem Liegeplatz im Hafen von Torgau. Natürlich mit Wein und Bier. Karin steuerte als kulinarischen Leckerbissen eine Portion Matjesheringe, fein angeräuchert, bei.

Während unserer Fahrt elbeaufwärts, macht uns aufgrund des erhöhten Wasserstandes die Strömung zwischen 4,5 und 7 km/h ganz schön zu schaffen. Wir erreichten Torgau mit einer Verspätung von zwei Stunden. Einen Landgang in die Stadt, die durch die Begegnung der Truppen der Alliierten und der Sowjets am Elbeufer vor dem Torgauer Schloss 1945 Eingang in Geschichtsbücher fand, heben wir uns für die Rückfahrt auf. Auch bei der Törnetappe von Torgau nach Riesa waren wir eine Stunde länger, als geplant, unterwegs.

An den Stegen der Marinekameradschaft Riesa wurden wir nett empfangen. Interessant für uns alle war der Landgang. Mit „Stahlmax“ einer kleinen nostalgischen Bahn waren wir kurz zwei Stunden in Riesa unterwegs. Sehr informativ waren die Ausführungen der Stadtführerinnen, so zur Geschichte der Stahlindustrie. Die Rundfahrt führte am Rathaus, am Kloster vorbei und durch den Stadtpark wieder zurück zum Hafen.

Morgen erreichen wir mit unserer Thementour die Stadt Dresden. Das nächstmal melden wir uns aus dem Hafen von Postelwitz, unmittelbar an der Grenze zu Tschechien.

 

Durch die Böhmische Pforte mitten ins Herz Tschechiens

Roudnice, den 22.04.2013 (tour´s/WH-UC)

Um es vorweg zu nehmen: Auf dem magischen Berg Rip, das unangefochtene Nationalheiligtum des Volkes der Tschechen waren wir diesmal nicht. Dafür unternahmen wir einen interessanten Landgang in der alten Stadt Roudnice. Der Spaziergang führte uns durch alte Gassen, entlang historischer Gemäuer. Ein Höhepunkt war die Besichtigung des Denkmals des Nationalhelden Jan Hus.

Unseren Logbuchbericht beginnen wir aber mit Notizen von der Törnetappe von Riesa nach Dresden. Nach weiteren 49 Kilometern elbeaufwärts und bei starkem Gegenstrom erreichte unser kleines Flottengeschwader wohlbehalten den Liegeplatz im Winterhafen von Dresden-Neustadt. Her erwartete uns bereits ein Bus zu einer Rundfahrt. Sie führte uns durch viele Stadtviertel und zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Elbemetropole. Die Besichtigung der Schösser planten wir jedoch für unsere Rücktour ein. Als besonderes Erlebnis haben wir diesmal im Logbuch den Besuch einer Molkerei notiert. Wir waren an jenem Ort, wo einst die Dosenmilch erfunden wurde. Noch heute befindet sich im Besitz der Inhaber dieses Unternehmens das weltweite Potent für die Büchsenmilch.

Die nächste Törnetappe von Dresden nach Postelwitz führte uns mitten durch den Nationalpark Sächsiche Schweiz. Wir genossen an Bord unserer Yachten die Blicke auf die Naturschönheiten des Elbsandsteingebirges mit Bastei backbords und der Festung Königstein steuerbords. Nach intensiven Stunden an den Steuerrädern unserer Yachten genossen wir am Abend die ruhigen Stunden am Steg unseres Liegeplatzes.

Gerd verwöhnte uns mit Spezialitäten vom Grill. Tags darauf passierten wir die Böhmische Pforte. Sie präsentiert sich uns als eine beeindruckende Flusslandschaft, sehr abwechslungsreich und imposant mit steilaufragenden Felsen an beiden Flussufern. Den Logbuchbericht beenden wir im bereits erwähnten Roudnice. Die Fahrt geht von dort weiter in die Moldau, von den Einheimischen „Vltava“ genannt. Auch unser Etappenziel, die Stadt, trägt diesen Namen. Zwei Tage wollen wir in dieser Marina verweilen. Interessante Landgänge erwarten uns. So der Besuch des Geburtshauses von Antonin Dvorak und natürlich der Höhepunkt unserer Tour, die Busfahrt nach Prag mit Stadtführung durch die „Goldene Stadt“, die Besichtigung der Prager Burg eingeschlossen. Unsere speziellen Eindrücke erfahren Sie im nächsten Logbuchbericht.

 

Von der Prager zur Albrechtsburg

Meißen, den 27.04.2013 (tour´s/WH-UC)  

Diesen Logbuchbericht beginnen wir mit einem Lob. Es gilt der Schleuserei in unserem Nachbarland. Nach unserem Törn elbe-und moldauauf- und abwärts berichten wir gern über unsere positiven Erfahrungen in Tschechien in den Schleusen. Das betrifft sowohl die Technik als auch den Zustand der Bauwerke. Beeindruckt waren wir aber auch von Serviceangebot und –qualität des Personals. Ihre Freundlichkeit und das Können einbezogen. Im Durchschnitt hatte das Schleusen unserer Flotte nicht länger als eine halbe Stunde gedauert. Ein optimaler Ablauf, den man sich überall wünscht. Für alle, die auch eine Elbe-Moldautour planen, ein wichtiger Tipp. Vor der Stromfahrt in Tschechien sollte man, um sich verständlich für das Schleusen anzumelden, ein paar wichtige Worte in der Landessprache beherrschen. Wir hatten uns diesbezüglich gut vorbereitet und haben das Schleusen problemlos gemeistert.

Beendet hatten wir unseren letzten Logbuchbericht bei der Törnetappe von Roudnice nach Vltava. In der dortigen Marina, die sehr professionell von einem Ehepaar betrieben wird, haben wir sehr schön gelegen. Dort hatten wir auch die Gelegenheit unseren Wassersportkameraden Josef Blecha und seine Frau persönlich kennenzulernen. Josef hat uns bei der Planung und Ausführung  der Tour hilfreich beiseite gestanden. Dafür nochmals ein herzliches Dankeschön!

Zwei Tage waren wir in der Marina Vltava zu Gast. Am ersten unternahmen wir beim Landgang eine Besichtigungstour durch die Stadt. Diese führte uns auch zum Geburtshaus von Antonin Dvorak. Leider war es geschlossen. Besichtigen konnten wir dafür das Schloss. Am nächsten Tag freuten wir uns alle auf die Busfahrt nach Prag. Sie endete auf dem Burgberg der „Goldenen Stadt“. Zu Fuß besichtigten wir Burg, Schloss und Kloster mit der weltberühmten Bibliothek.  Ein „Muss“ war der Gang über die Karlsbrücke. Interessanterweise führte unserer sachkundiger Guide uns abseits der bekannten Touristenwege zu weniger bekannten Orten, wie das Kepplermuseum und zu anderen alten Gebäuden in den Seitengassen. Den Tag beschlossen wir mit einem gemütlichen Beisammensein wieder in der Marina Vltava mit gutem Essen und wunderschönen Blicken.

Nach einem Zwischenstopp in Pistany und der Marina im Zernosecke See – hier hatten wir bei der Hinfahrt ein Weingut besucht – brachte uns am nächsten Törntag die starke Strömung elbeabwärts an den gefürchteten Stromschnellen bei Decin vorbei nach Postelwitz zum Hafen des Yachtclubs. Hier erwartete uns bereits ein Bus für die Fahrt nach Königstein. Auf dem Programm stand die Besichtigung der Festung. Für gut zwei Stunden tauchten wir ein in die Geschichte Sachsens. Einige nutzten dann die Rückfahrt für einen Einkaufsbummel in Bad Schandau. Am folgenden Törntag waren die 50 Kilometer mit der Strömung schnell erledigt. Nach dem Festmachen der Flotte im Winterhafen Dresden-Neustadt begann ein tolles Landabenteuer. Im Logbuch haben wir als besonderes Erlebnis die Besichtigung der Schlösser Dresdens und den Besuch des Szenelokals „Dresden 1900“ festgehalten. Wir erlebten eine Eventlocation mit vielen Räumen. Sogar die 1. Straßenbahn von Dresden hat dort ihr Depot. Wir nahmen dort Platz und lauschten den Darbietungen von Straßenbahnschaffner Bellmann. Auch vom Buffet bedienten wir uns tüchtig.

Ein „Katzensprung“ waren die 29 Kilometer von Dresden nach Meißen am nächsten Törntag. Es ging weiter elbeabwärts mit tatkräftiger Unterstützung der Strömung. Nur Wettergott Petrus ließ uns an diesem Tag buchstäblich im Regen stehen. Trotzdem verbrachten wir einen vielseitigen Landgang. Höhepunkt war die geführte Wanderung zur Albrechtsburg. Hier in den Gemäuern der Wettiner Fürsten begann vor über 1000 Jahren die Geschichte Sachsen und die der Stadt Meißen. Wir hatten Glück. Die Straßen und Gassen der Altstadt zeigten sich von einer besonders bunten und sehr lebendigen Seite.

Der Töpfermarkt zog besonders viele Gäste an. Uns zog es natürlich auch zur weltberühmten Porzellanmanufaktur, zum „Weißen Gold“ von Meißen.

Am 28. April steht dann die lange Törnetappe über rund 80 Kilometer nach Torgau auf dem Programm. Wir freuen uns auf die Wanderung entlang des Museumspfades. Mehr darüber in unserem nächsten Logbuchbericht.

 

Elbetörn Logbuch Ende

Fazit: Mehr als ein Törn, eher eine Expedition

Der letzte Tag mit der Etappe von Brandenburg zum Heimathafen der Flotte in Töplitz wurde ohne Probleme schnell gemeistert. Nun mussten die Yachten nur noch entladen und wieder betankt werden. Danach trafen sich alle Teilnehmer im Hafenrestaurant zum Abschlussabend. Mario Theuring mit seinem Team  der „Trattoria la Marinara“ hatte wie gewohnt ein leckeres Buffet zubereitet. Die Törnteilnehmer dankten Karin und Wolfgang Heinzig und den anderen Mitarbeitern des Yachtcharterunternehmens herzlich für die erlebnisreiche Tour. Gert Lüdgert, ein alter Yachtcharterhase aus Berlin: „Von der Vorbereitung über die einzelnen Törnetappen bis zum Abschluss war eine große maritime und kulturelle Professionalität zu erkennen. Wir haben viel erlebt. Es war nicht nur eine Flussfahrt, sondern für uns ein großes Abenteuer auf einem großen europäischen Strom.“ Er sprach allen aus dem Herzen. Deshalb gab es lang anhaltenden Applaus.

Für Ernst Lederbauer war die Elbetour ein ganz besonderes Erlebnis. Der Professor aus Wien führte an Bord seiner Yacht ein Team von drei Damen erfolgreich Törnetappe zu Törnetappe. Dabei musste er mit einem Handicap zurechtkommen. Sein österreichischer Führerschein „Binnen“ gilt in Deutschland nur für Schiffe bis 10 Meter Länge. Somit steuerte er die Yacht mit dem schwächsten Motor  gegen die Strömung. Der Professor bedankte sich für die Rücksichtnahme der anderen Skipper, denn sie hätten mit ihren 13 bis 15 Metern langen Schiffen ein paar Knoten schneller und ihm ja eigentlich davonfahren können. Doch sie warteten immer geduldig.

Karl Heinz Vennemann und Karlheinz Kupke sind mit ihren Ehefrauen am Niederrhein und in Köln zu Hause. Wie die anderen waren auch sie begeistert von den zahlreichen Landgängen, besonders von den Stadtrundfahrten in Dresden und Meißen. Gern werden sie sich auch an die stimmungsvollen  Abende auf den Stegen in den Marinas erinnern. Bei Spezialitäten vom Grill, beim Matjesessen und  „Ullas Hexensuppe“ wurde angeregt geklönt.

Unternehmenschef Wolfang Heinzig: „Es war keine normale Thementour auf der Elbe. Vielmehr gab es viele Momente, die eher an eine Expedition erinnerten.“ Die Herausforderungen waren oft sehr spannend. Das betraf sowohl die Pegelstände als auch die Strömungsverhältnisse. Sie machten sich  besonders zwischen Dessau und Wittenberg stromaufwärts stark bemerkbar. Das brachte der Flotte bis zu zwei Stunden Verspätung gegenüber dem „Fahrplan“ ein. Trotzdem waren sich alle einig: Die Wahl der Jahreszeit im April/Mai für die Elbetour war richtig.

Lob zollt Wolfgang Heinzig den Leistungen der Skipper. Aufgrund der längeren Fahrzeit war auch die tägliche Belastung an Steuerrädern und Hebeln größer. „Das haben sie aber mit Bravour gemeistert. Der Törn war eine Herausforderung für Körper, Geist und Seele – maritime Leidenschaft und Lust auf Abenteuer einbegriffen!“

Schwieriger dagegen war die Verständigung in Tschechien mit den Schleusenwärtern und den Helfern in den Marinas. Die meisten konnten weder deutsch noch englisch. Deshalb rät Wolfgang Heinzig für künftige Elbe- und Moldau-Touren: „Es ist ratsam, einige wichtige Sätze in Tschechisch zu beherrschen, um sich in Schleusen und Häfen verständigen zu können.“

 

 


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